Bhutan mit Jomolhari-Laya-Trekking

von | Dez 31, 2019

Bhutan, das geheimnisvolle Königsreich am Südrand des Himalaya, eingeschlossen von Indien und Tibet (China), war im Oktober 2013 unser Reiseziel. Da bei einer Reise nach Bhutan hohe Kosten anfallen (es werden pro Person 250 Dollar pro Tag verlangt, als Alleinreisende wird es noch teurer – das ist aber ein All-Inclusive-Preis, damit sind dann alle Kosten der Reise abgedeckt, wie Auto, Fahrer, Führer, Hotel, Trekking etc …), ist es auch heute noch ein wenig besuchtes Reiseziel. Meistens wird Bhutan nur in Kombination mit Nordindien oder Nepal für einige Tage besucht und dabei einige Klöster besichtigt. Bei Trekkingtouren ist man praktisch immer allein unterwegs. Ein Visum erhält der Reisende ausschließlich bei einer Buchung über eine Agentur in Bhutan (wird üblicherweise durch das Reisebüro bei uns erledigt).

 

Bhutan liegt am Südrand des Himalaya und bekommt daher den jährlichen Monsunregen und auch andere Tiefdruckgebiete über dem Golf von Bengalen voll ab. Im Frühjahr begeistern die blühenden Rhododendren und Magnolienbäume, im Herbst kann man dafür auf klares Wetter mit guter Sicht auf die Berge hoffen – wobei aber auch im Herbst immer wieder mit einigen Tagen Schlechtwetter gerechnet werden muss.

Im Norden begrenzt eine Bergkette mit zahlreichen Siebentausendern das Land gegen Tibet (China), im Süden geht Bhutan in die indische Tiefebene über. Zahlreiche Bergkämme in Nord-Süd-Richtung unterteilen das Land, sodass man bei einer Fahrt über die kurvenreichen Straßen immer wieder Pässe mit über 3000m Höhe überqueren muss.

Als Vorbereitung für unsere Trekkingtour und zur Höhenanpassung besuchen wir am Beginn unserer Reise in Bhutan das nahe bei Paro gelegene Ha-Tal und das berühmte Tigernestkloster. Dabei kommen wir bis auf 4000m Höhe und können uns bei kleinen Wanderungen schon etwas an die Höhe gewöhnen.

Unser Hauptziel war der Jomolhari-Laya-Trek, der von Paro aus entlang der tibetischen Grenze Richtung Osten bis in das Dorf Laya führt und in Summe 12 Tage dauert. Dabei muss fast täglich ein hoher Pass mit bis zu 5000m Höhe überquert werden. Mehrere Tage ist man permanent über 4000m durch unbesiedeltes Gebiet unterwegs (mehrere Tage lang ist kein Handy Empfang möglich). Begleitet von unserer Mannschaft (unserem Führer, einem Koch mit Gehilfen und einem Pferdemann mit mehreren Tragetieren) erleben wir eine ursprüngliche, kaum besiedelte Landschaft, die auch ein offizieller Nationalpark ist.

Übernachtet wird auf der ganzen Trekkingtour immer im Zelt (wird von der Agentur gestellt), daher sind ein guter Schlafsack und eine Liegematte unerlässlich!

Uns erwischt am Anfang und Ende der Trekkingtour jeweils eine mehrtägige Schlechtwetterfront mit Regen, daher sind wir über unsere gute Ausrüstung wie Thermounterwäsche, Fleecejacken, Kopfbedeckung, Regenüberjacke und -Überhosen sehr froh. Trekkingstöcke helfen, die schlammigen Passagen besser zu überwinden. Ausgezeichnete Bergschuhe sind eine Selbstverständlichkeit.

Eine Woche lang haben wir aber herrliches Wetter mit fantastischen Ausblicken auf die hohen Berge, darunter mehrere Sechs- und Siebentausender wie den heiligen Berg Jomolhari oder den sogenannten Tigerberg.

Die gesamte Gehstrecke des Jomolhari-Laya-Treks beträgt ca. 166 km, die gesamte Gehzeit 70 Stunden, Höhendifferenz im Auf- und Abstieg je 6000 m.

Nach Abschluss der Trekkingtour durchqueren wir mit dem Auto Bhutan noch bis ganz in den Osten, wobei wir hier auch noch 2 Tempelfeste mit Maskentänzen miterleben können.

Somit haben wir auf dieser Reise einen umfassenden Eindruck des ganzen Landes gewonnen, der dazu beiträgt, dass uns diese Reise noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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